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Sundling und Chanavat triumphieren im Sprint

Der Freistilsprint in Planica fand in strömendem Regen, Hagel und Gewitter statt und Jonna Sundling (SWE, Fischer **) und Lucas Chanavat (FRA, Fischer ***) konnten sich als Sieger feiern lassen. Stina Nilsson (SWE, Fischer **) wurde Zweite vor Julia Kern (USA, Fischer **). Rang drei ging ebenfalls an Erik Valnes (NOR, Fischer ***).

Dominiert wurde das Finale der Damen auf der technisch anspruchsvollen Strecke von den drei Schwedinnen, nachdem zu Beginn zunächst Anamarija Lampic (SLO, Fischer ***) das Tempo bestimmt hatte. Sophie Caldwell (USA) attackierte im ersten Anstieg, konnte aber nicht an der schwedischen Armada vorbeikommen. Nach der Hälfte des Rennens führte Davos-Siegerin Linn Svahn (SWE, Fischer **) vor Jonna Sundling, Sophie Caldwell, Stina Nilsson, Anamarija Lampic und Julia Kern, bis die Slowenin an einer Engstelle das Tempo rausnehmen musste und Julia Kern ihre Aufholjagd startete. Zu Beginn der Zielgeraden lag die Amerikanerin noch an fünfter Stelle, als Linn Svahn nach einem Kontakt mit der hinter ihr laufenden Sophie Caldwell stürzte. Jonna Sundling überquerte inzwischen jubelnd als Erste die Ziellinie und freute sich über ihren zweiten Weltcupsieg: "In den Finalläufen waren die Bedingungen gut. Am Anfang war es schwer zu laufen, weil die Strecke sehr hart war. Aber es lief sehr gut. Das Wetter war verrückt. Es hat geblitzt, gedonnert, gehagelt und so viel geregnet - da war alles dabei." Stina Nilsson schaffte erstmals in dieser Saison den Sprung aufs Podium, nachdem sie im Viertelfinale mit einem an der Spitze gebrochenen Ski das Ziel erreichte - in Topform scheint die Schwedin aber immer noch nicht zu sein. Im Kampf um Platz drei setzte sich Julia Kern mit dem besseren Zielsprint gegen Sophie Caldwell durch und die 22-Jährige holte den ersten Podestplatz ihres Lebens. Anamarija Lampic wurde Fünfte vor der extrem ehrgeizigen Linn Svahn, die bei ihrem Sturz mit dem Kopf aufschlug und wegen der verpassten Chance tief enttäuscht und wütend ins Ziel einlief. Maiken Caspersen Falla (NOR, Fischer ***) schien bei diesen Bedingungen nicht gut zurechtzukommen, nach einem Sturz im Halbfinale verpasste sie dann auch noch den Einzug ins Finale.

=> Sprint F Planica (SLO)

Das Finale der Herren wurde wie die Heats von Lucas Chanavat dominiert, der sich wie in Davos in bärenstarker Form zeigte. In Abwesenheit von Johannes Høsflot Klæbo (NOR, Fischer ***) war diesmal Federico Pellegrino (ITA) sein größter Konkurrent, der sich heute in verbesserter Form zeigte und es zum ersten Mal in diesem Winter ins Finale schaffte. Dort bestimmte aber wieder Chanavat das Geschehen - zuerst mit seinem Landsmann Richard Jouve (FRA), bis Pellegrino sich nach einer Attacke im ersten Anstieg auf die zweite Position schob. Den Zielsprint entschied der Franzose von vorne für sich und feierte seinen ersten Weltcupsieg. "Das ist ein tolles Gefühl. Ich war gut in Form. Endlich habe ich es geschafft, den Sieg zu holen. Ich habe nicht über das Wetter nachgedacht, ich habe alles getan, was zu tun ist, um zu gewinnen", meinte er professionell. Erik Valnes überquerte als Dritter die Ziellinie vor seinem Landsmann Sindre Bjørnestad Skar (NOR, Fischer ***).

=> Sprint F Planica (SLO)

* = Fischer Ski

** = Fischer Ski und Bindungen

*** = Fischer Ski, Bindungen und Schuhe