Nordic

Maren Lundby wird Weltmeisterin knapp vor Althaus

Die dominierende Skispringerin der Saison ist nun auch Weltmeisterin: Maren Lundby (NOR, Fischer) triumphierte hauchdünn vor Katharina Althaus (GER, Fischer) sowie Daniela Iraschko-Stolz (AUT, Fischer).

Die beiden besten Skispringerinnen der Saison haben sich einen harten Kampf geliefert und Gold und Silber mit umgerechnet nur 25 Zentimetern Abstand unter sich ausgemacht. Im ersten Durchgang stellte Katharina Althaus den gestrigen Schanzenkord von Maren Lundby ein, konnet aber keine gute Landung mehr setzten, so dass die Norwegerin nach einem Sprung auf 106,5 Meter mit 1,6 Punkten vorne lag. Im Finale sprang die Deutsche auf 107 Meter und hoffte auf Gold, knabbernd an den Fingerspitzen und im Arm von Titelverteidigerin Carina Vogt (GER), die siegesgewiss war. Maren Lundby blieb mit 104,5 Metern hinter der Deutschen zurück, bekam aber etwas bessere Noten und hatte zusätzlich etwas mehr Rückenwind gehabt, so dass das schließlich den Ausschlag gab. "Ich habe einen richtig guten Sprung gezeigt. 25 Zentimeter... aber da kann man nichts machen. Ich habe gehofft, dass es diesmal reicht und nicht wieder Zweite wie in Oberstdorf, aber ich freue mich auch über Silber."

Nach Platz acht nach dem ersten Durchgang gelang Daniela Iraschko-Stolz mit ihren 105,5 Metern im Finale noch der Sprung aufs Podest. Die 35-Jährige jubelte laut, was angesichts ihrer Vorgeschichte verständlich ist: Anfang der Saison stürzte sie im Training vor dem ersten Wettkampf und brach sich zweimal die Nase. Im Wettkampf war sie schon wieder zur Stelle und ließ sich auch später nicht operieren, obwohl sie seitdem kaum noch Luft durch die Nase bekommt. Durch die verhinderte Nasenatmung zog sie sich eine Lungenentzündung zu, die sie drei Wochen ans Bett fesselte. Gerade rechtzeitig für die Heim-WM meldete sie sich wieder einsatzfähig und holte nach Silber mit dem Team heute ihre zweite Medaille. Anna Odine Strøm (NOR, Fischer) wurde Neunte vor Carina Vogt, die es ei ihrem Finasprung völlig verdrehte, so dass keine Verbesserung mehr möglich war.

=> HS109 Seefeld (AUT)