Kostenlose Lieferung ab 100 €
kostenlose Rücksendung 14 Tage
Newsletter Anmeldung

Alpine

Skibindung richtig einstellen mit dem Z-Wert: Tipps und Z-Wert-Tabelle

Ein Bund fürs Leben? Nicht ganz, wenn es um die Skibindung geht! Denn die solltest du regelmäßig richtig einstellen, damit du immer auf der sicheren Seite bist. Wie du deine Skibindung selber einstellen kannst, ob das Einstellen in Eigenregie überhaupt sinnvoll ist und was es mit Z-Wert und Z-Wert-Tabelle auf sich hat, erfährst du hier!


Kann ich Länge und Z-Wert der Skibindung selber einstellen?

Eine richtig eingestellte Skibindung hält deinen Schuh stabil im Ski und löst ihn ab einem gewissen Kraftimpuls automatisch aus. Die Bindung ist also ein Sicherheitsfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. Wie du sie einstellen (lassen) musst, sagt dir der Z-Wert. Der wiederum hängt von Skischuh, Fahrkönnen, Körpergewicht und anderen Faktoren ab. Aber fangen wir mal ganz von vorne an!


Soll ich die Bindung selber einstellen oder einstellen lassen?

Mit der Skibindung ist es so eine Sache: Ja, du kannst sie selber einstellen und brauchst dazu neben deinem Z-Wert im Prinzip nur einen passenden Schraubenzieher. Achtung: An die Bindung solltest du dich erst wagen, wenn du schon einige Erfahrung auf Skiern hast.

Wenn du absoluter Ski-Neuling bist, lässt du die Skibindung lieber vom Händler bzw. Fachmann einstellen. Beim professionellen Einstellen kommt ein genormtes Prüfgerät für Skibindungen zum Einsatz, mit dem getestet wird, ab wann die Bindung auslöst. Außerdem bekommst du dabei die bfu-Skivignette, die du nach einem Unfall deiner Versicherung vorlegen kannst.


Was ist eigentlich der Z-Wert bei Ski?

Der Z-Wert sagt aus, ab welcher Krafteinwirkung der Ski den Schuh automatisch freigibt. Wenn du zum Beispiel stürzt und sich dein Ski rechtzeitig vom Schuh löst, ist die Verletzungsgefahr durch einen verdrehten Ski gleich deutlich geringer. Gleichzeitig darf dein Schuh natürlich nicht zu locker eingespannt sein, denn dann kann es passieren, dass du schon in einer scharfen Kurve den Ski verlierst – und das ist genauso ein Sicherheitsrisiko.

Unterm Strich gilt: Je höher der Z-Wert, desto später wird der Schuh ausgelöst. Dieser Wert muss exakt auf dich abgestimmt sein, und zwar anhand dieser Faktoren:

  • Alter
  • Gewicht
  • Körpergröße
  • Sohlenlänge deiner Skischuhe
  • Erfahrungslevel (Unterteilung in Anfänger, Fortgeschrittene und Experten)

Neben der Z-Wert-Variante gibt es übrigens noch ein anderes Verfahren: Vor allem in Deutschland wird alternativ die Tibia-Methode angewandt. Dabei wird gemessen, wie breit der Schienbeinkopf ist. Dieser Aufwand fällt mit dem Z-Wert weg.

Sohlenlänge, Anpressdruck, Skischuhgröße, Gewicht: Basics für den Start

Egal, ob du die Skibindung selber einstellst oder es im Shop erledigen lässt: Ein paar wesentliche Dinge solltest du dazu wissen:

  • Die Sohlenlänge ist eine dreistellige Millimeterangabe. Du findest sie außen am Skischuh im Fersenbereich oder kannst sie selbst ermitteln, indem du von der Schuhspitze bis zum Fersenende misst. Achtung: Sohlenlänge und Skischuhgröße sind nicht automatisch gleich!
  • Der Anpressdruck meint den Druck von hinten (dem Fersenautomat), der den Skischuh nach vorne in die Bindung (Vorderbacken) presst.
  • Das Körpergewicht beeinflusst den Druck und die Belastung auf den Ski. Die Bindung kann zum Beispiel bei einem sehr leichten, kleinen Menschen unmöglich genau gleich eingestellt sein wie bei einer großen, schweren Person.
  • Das Erfahrungslevel hängt damit zusammen, wie schnell und auf welcher Piste du unterwegs bist.

Aber woher weißt du, auf welchem Level du dich befindest? Orientieren kannst du dich an dieser Einteilung:

  • Als Anfänger fährst du langsam bis mittelschnell und eher auf flachen Pisten.
  • Fortgeschrittene fahren mittelschnell bis schnell und auf mittelflachen/steilen Pisten.
  • Experten sind sehr schnell und mit aggressivem Fahrstil vor allem auf steilen Pisten unterwegs.

Kommen wir als nächstes zur Frage der Häufigkeit: Wann und wie oft muss man eigentlich eine Skibindung einstellen?


Muss man die Skibindung nur bei neuen Schuhen einstellen?

Es ist zwar selbstverständlich, doch der Vollständigkeit halber sei gesagt: Bei neuen Skischuhen muss immer die Bindung neu eingestellt werden. Das gilt auch dann, wenn du den gleichen Skischuh in einer neuen Ausführung gekauft hast. Ein Skischuh nutzt sich nämlich mit der Zeit ab, sodass die alte Bindungseinstellung nicht mehr zu hundert Prozent passt. Richtig eingestellt ist die Bindung, wenn der Schuh nicht verrutscht und das Schließen nicht zur ultimativen Kraftaufgabe wird.


Wie oft muss ich eigentlich die Skibindung einstellen?

Bei neuen Skischuhen musst du unbedingt die Skibindung einstellen, so viel ist klar. Du hast deine Schuhe schon lange und bist dir sicher, dass noch alles wunderbar in Ordnung ist? Geh lieber auf Nummer Sicher und lass die Bindung einmal pro Jahr vom Profi checken!

Es kann schließlich sein, dass sich dein Gewicht verändert hat, dein Fahrkönnen deutlich besser geworden ist usw. Diese Faktoren können deinen Z-Wert in die Höhe treiben – und dann ist es Zeit für eine neue Einstellung. Wo wir gerade beim Z-Wert sind: Wie findet man den überhaupt heraus?

Die Z-Wert-Tabelle: Wie du den Z-Wert für die Bindung berechnest


Die Z-Wert-Tabelle: Wie du den Z-Wert für die Bindung berechnest

Die gute alte Z-Wert-Tabelle: Sie ist das bewährte Mittel für alle, die selbst die Skibindung anpassen wollen. Vielleicht hast du schon davon gehört, dass man diesen Wert berechnen kann – aber keine Sorge, du musst dir jetzt keine ewig langen Formeln merken!


Kann man den Z-Wert überhaupt berechnen?

Du kannst diverse Rechner im Internet bemühen und dabei vielleicht verschiedene Werte bekommen, sodass du am Ende einfach nur verwirrt bist. Oder...du kannst dich ganz einfach an der Z-Wert-Tabelle orientieren, ohne irgendetwas berechnen zu müssen! Die Werte darin entsprechen der DIN-Norm 11088 und wurden anhand von empirischen Daten über Skiunfälle ermittelt.

Z-Wert-Tabelle zum Einstellen der Skibindung

  Gewicht (Kg)     Größe (cm)       Skischuh-Sohlenlänge (in mm)      
    Bis 250     251-270     271-290     291-310     311-330     Über 330  
      Z-Wert laut ISO 11088   
10-13 0,750,75    
14-17 1,001,000,75   
18-21 1,501,251,00   
22-25 1,751,501,501,25  
26-30 2,252,001,751,501,50 
31-35 2,752,502,252,001,751,75
36-41 3,503,002,752,502,252,00
42-48<148 3,503,003,002,752,50
49-57149-157 4,504,003,503,503,00
58-66158-166 5,505,004,504,003,50
67-78167-178 6,506,005,505,004,50
79-94179-194 7,507,006,506,005,50
Ab 95>195  8,508,007,006,50
    10,009,508,508,00
    11,0011,0010,009,50

Ziemlich viele Zahlen auf einen Blick? Ja, aber schwer zu lesen ist die Tabelle trotzdem nicht. Gehen wir zum Beispiel mal von einer Skifahrerin aus, die folgende Kriterien erfüllt:

  • 50 Kilo Körpergewicht
  • 152 cm Körpergröße
  • 291 mm Sohlenlänge

Mit diesen Angaben liegt der Z-Wert bei 3,50 – zumindest ist das der Ausgangswert. Jetzt geht es nämlich noch um die Frage, wie gut unsere Beispielkandidatin fährt:

  • Anfängerin: Es bleibt beim Basis-Wert 3,50.
  • Fortgeschrittene: Wir gehen eine Zeile unter den Basis-Wert, sodass der neue Z-Wert 4,50 ist.
  • Expertin: Wir gehen zwei Zeilen unter den Basis-Wert und sind bei 5,50.

Achtung: Auch das Alter erfordert manchmal weitere Korrekturen. Bei Kindern unter 10 und Erwachsenen über 50 muss nämlich der Wert um eine Zeile nach oben korrigiert werden. Wenn also unsere Fahrerin aus dem Beispiel 52 Jahre alt und Fortgeschrittene ist, wären wir wieder beim Ausgangswert von 3,50.

Wenn du jetzt deinen Z-Wert weißt und dich selbst an die Einstellung machen willst, kannst du ihn mit einem Schraubenzieher am hinteren Teil der Bindung einstellen. Prüfe unbedingt gründlich nach, ob der Schuh schlussendlich fest, aber nicht zu fest in der Bindung sitzt. Ist das nicht der Fall und du weißt nicht, woran das liegen könnte, fragst du am besten bei Experten nach – sicher ist sicher.

Du siehst schon: Eine Skibindung richtig einzustellen, ist keine Hexerei, und der Z-Wert keine mysteriöse Zahl, die du mehr oder weniger durch Ratespielchen einschätzen musst. Ganz im Gegenteil – raten solltest du auf keinen Fall. Es geht immerhin um die Sicherheit beim Fahren, und die hast du nur mit einer optimal eingestellten Bindung. Alles klar? Dann viel Spaß auf der Piste!