Noriaki Kasai

Japan

  • 06.06.1972
  • Japan
  • 176 cm
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz
Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz

Nordic

Norwegen gewinnt bei schwierigen Bedingungen trotz Sturz

Die Norweger Johann Andre Forfang (NOR), Robin Pedersen (NOR, Fischer), Marius Lindvik und Robert Johansson (beide NOR) feierten einen Heimsieg im Teamspringen am Holmenkollen (NOR) nach einem Durchgang bei absolut grenzwertigen Bedingungen. Rang zwei ging an Yukiya Sato (JPN), Noriaki Kasai, Junshiro Kobayashi (beide JPN, Fischer) und Ryoyu Kobayashi (JPN) knapp vor Michael Hayböck, Manuel Fettner, Philipp Aschenwald und Stefan Kraft (alle AUT, Fischer).

Schon beim Langlauf hatte der Wind verglichen mit dem Springen der Kombinierer am Morgen weiter aufgefrischt und sorgte bei den Skispringern für große Probleme. Ganz unten herrschte starker Aufwind mit bis zu 6m/s, wer dorthin wolte, musste sich jedoch erst durch böigen Seiten- und Rückenwind mit 3-4m/s kämpfen. In einem Wettkampf mit vielen Windunterbrechungen lag Norwegen nach zwei Springern knapp vor Slowenien mit Peter Prevc (SLO, Fischer), Österreich und Japan folgten mit sechs Punkten Rückstand. Norwegens dritter Springer Marius Lindvik hatte in der Landezone noch eine enorme Höhe und konnte dem Landedruck bei 135,5 Metern nicht standhalten. Die verlorenen Punkte machte Robert Johansson mit unglaublichen 144 Metern wieder wett - drei Meter über Schanzenrekord! So war Norwegen nicht zu schlagen und sie lagen nach vier Sprüngen 13 Punkte vor Japan, bei denen Ryoyu Kobayashi mit Abstand der Stärkste war. Österreich reichten für Platz drei vier mittelmäßige Sprünge zwischen 121,5 und 127,5 Meter, weil andere Teams noch größere Probleme hatten. Die viertplatzierten Polen überzeugten durch Dawid Kubacki (POL), während Kamil Stoch (POL, Fischer) in dem böigen Wind chancenlos war. Das deutsche Team mit kam nach einem Beinahe-Sturz von Karl Geiger (GER, Fischer) und einem Sturz von Stephan Leyhe (GER), der mit dem Gesicht in der Landezone aufschlug, über Platz fünf nicht hinaus. "Man könnte besser zu Hause in Wohnzimmer bleiben, aber dann wären die Leute umsonst gekommen. Hoffen wir, dass alles gut geht!", meinte der deutsche Trainer Werner Schuster, der zu diesem Zeitpunkt noch nichts von einer möglichen Knöchelverletzung wusste. "Das ist auf alle Fälle grenzwertig", meinte Schlussspringer Markus Eisenbichler (GER, Fischer) nach seinem Sprung auf 135 Meter mit Sicherheitslandung. "Es ist zu turbulent und dann passiert so ein Scheiß wie beim Stephan. Ich habe gesehen, er hat keinen Druck unterm Ski mehr gehabt und dann war er zu weit vorne." Der zweite Durchgang fand nicht mehr statt. "Wir haben jetzt einen stabilen Wetterbericht bis 18 Uhr, aber nun haben wir für die erste Runde so lange gebraucht, dass wir die Athleten nicht mehr länger hinhalten wollten. Irgendwann soll mal Schluss sein", meinte FIS Race Director Walter Hofer. Für die meisten Athleten und Trainer kam dieser Abbruch aber zu spät - mit dem rigorosen Durchziehen des Wettkampfes wurde vielen Springern die Gesamtwertung der RAW AIR ruiniert.

=> HS134 Team Oslo (NOR)

=> RAW AIR ranking