Sommer-Interview #4: Stefan Rogentin


Volle Kraft voraus für den Winter: Stefan Rogentin nutzt die Sommermonate, um die Basis für die kommende Saison zu legen. Im vierten Teil unserer Sommer-Interview-Serie spricht der Schweizer Speed-Spezialist über intensive Athletik- und Schneetrainings, die Bedeutung von Kontinuität und warum Zeit in den Bergen mit Familie und Freunden für ihn der perfekte Ausgleich ist. Nach seinem ersten Weltcupsieg, mehreren Podestplätzen und einer WM-Medaille blickt Rogentin motiviert nach vorne und hat für die nächste Saison noch einiges vor.

2026-08-24

Was sind die Meilensteine deines Sommertrainings in diesem Jahr?

Im Sommer geht es für mich vor allem darum, die Basis für den Winter zu legen. Der Fokus liegt viel auf Athletik, Kraft und Stabilität, aber natürlich auch auf dem Schneetraining, das dann im August wieder beginnt. Ein wichtiger Meilenstein ist immer, nach der Pause wieder Schritt für Schritt in einen guten Rhythmus zu kommen. Danach folgen die ersten intensiveren Trainingsblöcke auf Schnee, bei denen man wieder Gefühl und Vertrauen aufbaut. Gleichzeitig geht es auch darum, gesund zu bleiben und konstant trainieren zu können. Gerade im Skisport ist Kontinuität über den Sommer extrem wichtig.

Was ist dein liebstes Training in der Off-Season?

Am meisten mag ich wahrscheinlich Trainings, die vielseitig und intensiv sind. Ich bin jemand, der gerne an seine Grenzen geht. Besonders gerne mache ich Krafttraining und schnelle, explosive Einheiten, weil das dem Skisport sehr nahekommt. Aber ich geniesse im Sommer auch Trainings draussen in den Bergen oder auf dem Bike. Die Abwechslung macht für mich viel aus.

Hast du einen Lieblings-Trainingspartner, und warum?

Wenn ich ehrlich bin, Nein. Ich trainiere die Konditionseinheiten im Sommer sehr oft allein. Lediglich ca. drei Wochen trainiere ich mit dem Team abseits des Schnees. Wenn es dann wieder auf Schnee geht, trainiere ich allgemein sehr gerne mit Leuten, die eine gute Energie mitbringen und jeden Tag professionell arbeiten. Im Skitraining pushen wir uns gegenseitig ständig und genau das hilft, besser zu werden. Gleichzeitig darf auch der Spass nicht fehlen, besonders in der langen Saison, die danach folgt.

Wie lädst du im Sommer am liebsten deine Energie für die nächste Saison auf?

Für mich ist es wichtig, im Sommer auch bewusst etwas Abstand vom Skisport zu bekommen. Zeit mit Familie und Freunden hilft mir extrem, um mental wieder Energie zu tanken. Ich verbringe auch gerne Zeit draussen in der Natur, am See oder in den Bergen. Oft sind es die einfachen Dinge, die mir am meisten helfen, wieder frisch und motiviert in die Vorbereitung zu starten.

Welche Urlaubspläne hast du für diesen Sommer?

Die Zeit der Ferien ist bei mir aber bereits wieder vorbei. Meistens gönne ich mir eine Auszeit direkt nach der intensiven Saison Ende April/Anfangs Mai, danach konzentriere ich mich voll und ganz auf die Vorbereitung. Vieles hängt natürlich vom Trainingsplan ab, aber grundsätzlich mag ich Orte für Ferien, an denen man draussen aktiv sein kann und trotzdem etwas Ruhe hat.

„Gerade im Skisport ist Kontinuität über den Sommer extrem wichtig.“

-Stefan Rogentin

Welche Ziele hast du für die nächste Saison?

Mein Ziel ist es, konstant auf höchstem Niveau zu performen und den nächsten Schritt zu machen. Natürlich arbeitet man immer auf Top-Resultate hin, aber gleichzeitig geht es auch darum, gesund zu bleiben und über die ganze Saison konstant gute Leistungen zu zeigen. Ich glaube, wenn die Arbeit im Sommer stimmt und ich mein Niveau abrufen kann, ist vieles möglich.