Raphael Haaser wird Vizeweltmeister


"An Tagen wie diesen" schallte durch die Arena und fasste die Ereignisse des Super G-Freitags in Saalbach wahrscheinlich besser zusammen, als Worte es hätte ausdrücken können. Der Tiroler Raphael Haaser gewinnt nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle sensationell WM-Silber und kürt sich damit zum Vizeweltmeister im Super G.

2025-02-07

Der Tag sollte ein unvergesslicher für Raphael Haaser werden, jedoch standen die Vorzeichen alles andere als gut. Mit einer Knieverletzung verpasste der Tiroler einen Großteil der bisherigen Saison und meldete sich erst in Kitzbühel mit einem Paukenschlag fit, indem er im dortigen Super G bereits aufs Podium fahren konnte. Eine weitere Hiobsbotschaft erreichte den Achenseer am Vortag des Rennens, als bekannt wurde, dass sich seine Schwester Ricarda beim Damen Super-G in Saalbach schwer verletzte. In diesem Zuge wünsche wir Ricarda alles Gute und eine schnelle Genesung.

Doch entgegen aller schlechten Vorzeichen oder eben genau deswegen zeigte Raphael Haaser ein sensationelles Rennen. Mit Startnummer 10 startete er nur zwei Nummern nach dem Schweizer Marco Odermatt, der einmal mehr eine nahezu perfekte Fahrt in den Hang zaubern konnte. Die Zuschauer im Zielraum, entlang der Strecke und an den Fernsehern staunten nicht schlecht, als sie die ersten Zwischenzeiten des Österreichers sahen.

Mit nur minimalem Rückstand auf Odermatt und deutlichem Vorsprung auf die hinteren Plätze machte der Tiroler das Rennen nochmal spannender, als dem einen oder anderen lieb gewesen wäre. Am Ende stand Rang 2 mit einem Rückstand von genau einer Sekunde auf Odermatt auf der Anzeigetafel. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass das für ein Ergebnis auf dem Podium reichen kann, denn Haaser zeigte kaum Fehler und eine extrem aggressive Linie.

Und das sollte sich bestätigen. Keiner der restlichen Athleten im Starthaus war in der Lage, der grandiosen Fahrt von Haaser gefährlich zu werden und somit konnte er nicht mehr von Rang 2 verdrängt werden. Komplettiert wurde das Podium neben Marco Odermatt als neuen Weltmeister von Adrian Smiseth Sejersted aus Norwegen mit der Bronzemedaille.


Gratulation, Raphi! Wir sind stolz auf dich.