Maren Lundby

Norway

  • 07.09.1994
  • Norway
  • 173 cm
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz
Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz

Nordic

Maren Lundby inspiriert von Adam Malysz

Wieder fit nach ihrem tragischen Unfall auf der Schanze, besuchte Maren Lundby (NOR) den Firmensitz von Fischer in Österreich und tat einen Blick hinter die Kulissen. Die zweifache Gesamtweltcupsiegerin im Skispringen war beeindruckt von der Skiproduktion und sprach dabei von ihrem Traum des Skifliegens, über Rituale und zu was sie Adam Malysz inspiriert hat.

Zuerst einmal: Wie fühlst Du Dich nach Deinem Unfall?

Mir geht es gut. Ich glaube ich hatte sehr viel Glück. Ich bekam wirklich Angst, aber alles in allem hatte ich großes Glück, dass ich wieder ohne Verletzungen auf der Schanze sein kann.

Wie hast Du mit dem Skispringen angefangen?

Ich habe einen drei Jahre älteren Bruder und er begann mit dem Skispringen, als er fünf Jahre alt war. So war der Weg für mich, Skispringerin zu werden, sehr kurz: Im ersten Jahr habe ich meinem Bruder auf die Schanze begleitet und habe ihn nur beobachtet. Im Jahr bin ich auch mitgegangen, nun mit meinen Langlaufskiern. Dann fing ich mit drei Jahren an zu springen. Ich war also ziemlich früh dran.

Gibt es einen Unterschied zwischen Deinen beiden Siegen im Gesamtweltcup?

Ich denke, beide Male war es ein sehr großes "Wow" Gefühl. Jede Kugel hat ihre eigenen Erinnerungen und das Wichtigste ist, diese Erinnerungen am Leben zu erhalten, denn das ist es, woran ich mich irgendwann erinnern werde, wenn ich zurückblicke. Deshalb werde ich versuchen noch mehr von diesen großartigen Erinnerungen zu erreichen.

Was war der bisher größte Moment in Deiner Karriere?

Nun, ich denke, der größte Moment war das Olympische Gold in PyeongChang. Es war eine besondere Situation mit all den Erwartungen vorher. Es war mein erstes Mal, dass ich Gold, sogar eine Medaille gewann. Darüber hinaus waren es die Olympischen Spiele und das war seit sehr vielen Jahren mein großes Ziel.

Was war der glücklichste Moment in Deiner Karriere?

Der Teamwettbewerb in Seefeld in diesem Winter. Wir wussten, dass wir eine Chance auf eine Medaille hatten, aber wir waren Außenseiter. Doch dann machten alle Mädels im Team einen hervorragenden Job und wir gewannen die Bronzemedaille, was wirklich cool war.

Was ist Dein Lieblingstraining?

Ich denke, es ist definitiv Skispringen im Winter. Wenn man in Lillehammer einen ruhigen Wintertag bei guten Schneeverhältnissen hat, die Sonne scheint und es ist -5°C. Das ist perfekt.

Auf welcher Schanze springst Du am liebsten?

Das ist schwer zu sagen. Allerdings ist Lillehammer im Winter sehr schön mit der tollen Landschaft und der ganzen Umgebung.

Hast du immer die gleiche letzte Vorbereitung vor Deinen Sprüngen?

Irgendwie schon - ich habe ein Ritual, aber ich muss es anpassen, je nachdem, wie ich mich fühle. Manchmal brauche ich einige Imitationen mit den Trainern und möchte mit ihnen reden9. Manchmal will ich einfach in meiner eigenen Welt sein und meinen Kopf frei machen.

Was in Deinem Kopf vor, wenn du oben auf dem Balken sitzt?

Ich glaube nicht, dass der Kopf leer ist. Aber ich versuche es so einfach wie möglich zu halten. Sobald ich auf den Balken klettere, versuche ich, mich nur auf wirklich kleine Aufgaben zu konzentrieren, an denen ich in meinem Sprung arbeiten will.

Was machst Du gerne an einem freien Wochenende?

Ich gehe gerne wandern oder fahre nach Hause, um mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen zu sein und an andere Dinge als Skispringen zu denken. Ich spiele gerne Fußball mit meinen Freunden oder schaue mir ein Fußballspiel an.

Fährst Du im Urlaub lieber in die Berge oder ans Meer?

Ich mag die Berge, aber für den Urlaub würde ich das Meer wählen.

Bevorzugst Du Pizza oder Nudeln?

Ich würde Pizza nehmen, aber an zweiter Stelle Pasta.

Wie sieht Deine Planung in den nächsten Wochen aus?

In den nächsten Wochen bleiben wir zu Hause und trainieren auf der Schanze und machen Athletiktraining. Dann werden wir im Oktober ein Trainingslager in Lillehammer auf der Eisspur haben. Später im Oktober werden wir nach Zakopane fahren, um ebenfalls auf Eis zu springen. Danach müssen wir nur noch auf den Schnee warten.

Was ist Dein Ziel für die nächste Saison?

Mein Ziel ist es zu dritten Mal den Gesamtweltcup zu gewinnen. Adam Malysz ist bisher der einzige Skispringer, der dies drei Mal in Folge schafft hat. Er ist ein großes Vorbild für mich und ich möchte versuchen, ihn zu kopieren. Er ist ein großartiger Mensch und er inspiriert mich, dasselbe zu tun.

Auf welchen Wettbewerb freust Du Dich am meisten?

Eigentlich ist das schwer zu sagen, weil es so viele Highlights gibt. Natürlich freue ich mich auf den Start in Lillehammer, aber auch die Rawair- und Bluebird-Serie am Ende sind eine wirklich große Motivation.

Würdest Du gerne an der Skiflug WM in Planica teilnehmen?

In Zukunft möchte ich auf jeden Fall gerne zum Skifliegen gehen. Sobald es uns erlaubt ist, bin ich bereit. Und hoffentlich wird das sehr bald sein, aber für dieses Jahr stehen keine Skiflug-Wettbewerbe geplant. Deshalb werde ich das Skifliegen in diesem Jahr im Fernsehen sehen, aber ich hoffe, dass wir sehr bald selbst an Wettkämpfen teilnehmen dürfen.

Viel Erfolg für die neue Saison!