Anastasiya Kuzmina

Slovakia

  • 28.08.1984
  • Slovakia

Nordic

Anastasiya Kuzmina Weltmeisterin im Sprint

Anastasiya Kuzmina (SVK, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe) gewann trotz Krankheit die Goldmedaille im Sprintrennen bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Östersund (SWE). Silber holte sich Ingrid Landmark Tandrevold (NOR, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe) vor der ebenfalls angeschlagenen Laura Dahlmeier (GER, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe).

Nach nur zwei Tagen Training gelang es Anastasiya Kuzmina, sich wieder einmal eine Goldmedaille zu sichern. Mit dem heutigen Sieg wurde die zweifache Sprint-Olympiasiegerin erstmals Weltmeisterin im Sprint. Vor dem Rennen, hustend und ohne Stimme, war sie aber alles andere als zuversichtlich: "Vor der Weltmeisterschaft bin ich leider krank geworden. Der Flug und die Reise nach Östersund hat mich geschwächt. Zwei Tage im Bett und zwei Trainings-Einheitenin den letzten vier Tagen, so dass ich die Mixed Staffel absagen musste. Ich kämpfe, um im Sprint zu starten. Wie es sein wird... mal sehen." Besser als heute hätte es kaum laufen können, auch wenn man ihrer Laufzeit die Krankheit anmerkte und sie sogar eine Strafrunde laufen musste. Da die anderen Favoriten aber noch größere Probleme am Schießstand hatten, konnte sie viele große Namen hinter sich lassen. Auch Ingrid Landmark Tandrevold, die mit fehlerfreiem Schießen und 9,7 Sekunden Rückstand Zweite wurde, konnte ihr Glück kaum fassen: "Das hätte ich nie erwartet, ich habe auch gar keine warme Hose für die Siegerehrung dabei. Die muss ich mir noch schnell besorgen. Ich kann es noch gar nicht glauben, wahrscheinlich werde ich wie immer weinen, wenn ich es realisiert habe", meinte sie gegen Ende des Rennens, wo für ihre Medaille keinerlei Gefahr mehr bestand. Mit der ebenfalls fehlerfrei schießenden Laura Dahlmeier stand eine dritte völlig überraschte Athletin auf dem Podium - Bronze empfand sie wie Gold. "Mir fehlen die Worte, ich bin sprachlos. Das war für mich ein besonderes Rennen und dass das so ausgeht, hätte ich nie gedacht. Ich habe mich gar nicht gut gefühlt. Die letzten 7-8 Minuten waren ein brutaler Kampf, ich habe selten so kämpfen müssen wie heute", so Dahlmeier. "Mir ging es in den letzten Tagen echt schlecht, ich bin mit Halsschmerzen und Husten aufgewacht. Mir ist die Bronzemedaille so viel wert, ich kann es kaum in Worte fassen. Ich habe heute früh noch überlegt, ob ich überhaupt starte. Ich habe mich zum Frühstück geschleppt, wo alle um mich einen großen Bogen gemacht haben."

Mit einem Endspurt gelang es der Deutschen, der Lokalmatadorin Hanna Öberg (SWE, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe) noch die Bronzemedaille zu entreißen - nur 0,6 Sekunden fehlten der Schwedin trotz eines Schießfehlers zu Bronze. Sie und ihre Teamkollegin Mona Brorsson (SWE) haben in der Verfolgung aber beste Chancen, die ersehnte Medaille bei der Heim-WM zu holen. Denise Herrmann (GER, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe) leistete sich stehend zwei Fehler und kam mit 23,9 Sekunden Rücktand nach schnellster Laufzeit als Sechste ins Ziel. "Das ist ärgerlich, wenn man sieht, was mit einem Fehler weniger möglich gewesen wäre", meinte sie. Ekaterina Yurlova-Percht (RUS, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe), die schon in der Mixed-Staffel einen starken Eindruck hinterlassen hatte, wurde Achte vor Tiril Eckhoff (NOR, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe). Kaisa Mäkäräinen (FIN, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe) war das Rennen sehr schnell angegangen, nach einem Sturz im Anstieg in der zweiten Runde und zwei Fehlern stehend kam sie schließlich als Zwölfte ins Ziel. Überraschend stark war das weißrussische Team unterwegs: Dzinara Alimbekeva sowie die Zwillinge Irina und Elena Kruchinkina (alle BLR, Fischer Ski, Bindungen und Schuhe) waren lange auf Top10-Kurs unterwegs - am Ende belegten sie die Plätze 13, 22 und 36. Irina Kruchinkina war sogar erst als Ersatz für die erkrankte Hanna Sola (BLR) in den Sprint gekommen.

=> Sprint Östersund (SWE)