Alpine

Niemals aufgeben: Daniel Yule im Interview

Weltcup-Slalomspezialist Daniel Yule spricht über seine Geschichte mit Fischer und die treibenden Kräfte hinter seiner Karriere als Skifahrer.

Daniel Yule celebrating night slalom

Daniel Yule ist ein Schweizer Profi-Skirennläufer, der sich auf Slalom spezialisiert hat. Er fährt seit 10 Jahren im FIS Alpinen Weltcup und hat vier Weltcuprennen in seiner Lieblingsdisziplin gewonnen. Seit seinem 13. Lebensjahr fährt er auf Fischer.

"Ich weiß, dass jeder in der Firma sein Bestes gibt, damit ich die beste Ausrüstung habe", sagt Yule.

Neben mehreren Weltcup-Podestplätzen im Slalom gewann Yule 2018 mit dem Schweizer Parallelslalom-Team Olympia-Gold. Zudem hat er kürzlich seinen Vertrag mit Fischer verlängert.

"Das Team von Fischer hat sich mein Vertrauen als fleißige und ehrgeizige Gruppe verdient", sagt er. "Deshalb war es für mich selbstverständlich, diese Geschichte fortzusetzen."

Daniel Yule Garmisch slalom

Lieblingszitat oder persönliches Motto?

"Mai Mollare!" Das ist italienisch für "niemals aufgeben". Mein Servicemann ist Italiener und ich habe es von ihm während unserer ersten gemeinsamen Saison übernommen.

In welchem Alter hast du mit dem Skifahren begonnen?

Ich habe im Alter von 2 Jahren mit dem Skifahren begonnen.

Größter Durchbruch in deiner Skikarriere?

Mein erstes Weltcup-Podium in Kitzbühel 2018. Ich war schon ein paar Mal kurz davor, aber endlich ein Podium zu erreichen, hat mir eine Last von den Schultern genommen und mir den Glauben gegeben, dass ich ganz vorne mitkämpfen kann.

Welches ist dein Lieblingsort im Weltcup?

Ich sollte das als Schweizer eigentlich nicht sagen, aber mein Lieblingsrennen ist Schladming. Die Atmosphäre mit rund 40.000 Fans und die Tatsache, dass es ein Nachtrennen ist, macht es zu etwas ganz Besonderem.

Daniel Yule 3rd place Flachau

In welchem Jahr hast du offiziell bei Fischer unterschrieben?

Ich bin im Sommer 2006 zur Fischer-Familie gestoßen. Ich war damals 13 Jahre alt und es war eine große Erleichterung für meine Skikarriere, dass meine Eltern nicht mehr für meine alpinen Rennski bezahlen mussten.

Du hast gerade deinen Vertrag verlängert, für wie lange, und wie lief die Entscheidung ab?

Ich habe meinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Der Entscheidungsprozess war für mich sehr einfach. Ich bin seit 16 Jahren bei Fischer und weiß, dass jeder im Unternehmen sein Bestes gibt, damit ich die beste Ausrüstung bekomme. Das Team von Fischer hat sich mein Vertrauen als fleißige und ehrgeizige Gruppe verdient, so dass es für mich selbstverständlich war, diese Geschichte fortzusetzen.

Wie würdest du Fischer als Marke, deren Charakter und Geist beschreiben?

Fleißig, vertrauenswürdig und ehrgeizig.

Der Satz "Skiing is not a lifestyle - It's life" drückt das WARUM von Fischer aus und verkörpert die Leidenschaft und Hingabe des Unternehmens zum Skisport. Was bedeutet dieser Satz für dich und wie kannst du dich damit in Verbindung bringen?

Ich denke, dass es für mich selbsterklärend ist. Ich widme den größten Teil meiner Zeit dem Skifahren. Ich möchte der beste Skifahrer werden, der ich sein kann, und auch in meiner Freizeit fahre ich gerne ein paar Runden zum Spaß. Skifahren ist mein Leben.

Daniel Yule slalom

Zukünftige Ziele/Projekte/Träume/Ambitionen?

Mein Traum wäre es, eine Kristallkugel zu gewinnen. Das ist eine große Herausforderung und deshalb nenne ich es eher einen Traum als ein Ziel, aber dafür trainiere ich.

Lieblingsbeschäftigung / Hobbys (außer Skifahren natürlich)

Ich liebe es, Golf zu spielen. Meine Freunde haben mich vor ein paar Jahren dazu gebracht und jetzt bin ich süchtig danach.

Wie trainierst du in der Nebensaison für das Skifahren? Was sind deine Pläne für diesen Sommer? Wie viele Tage/Stunden trainierst du pro Woche?

Ich trainiere wie die meisten Skifahrer. Im Frühjahr gibt es viel körperliches Training, ich habe zwischen 10 und 12 Trainingseinheiten pro Woche. Ende Juli werden wir wieder auf Schnee fahren, und von da an geht es bis zum Ende der Saison so gut wie ununterbrochen weiter.

Wie gehst du mit dem Druck und der Nervosität vor einem Rennen um?

Gute Frage... Ich weiß es nicht wirklich. Das ist etwas, mit dem ich immer gut zurechtgekommen bin. Ich genieße die Rennen sehr. Ich ziehe Rennen dem Training vor, so dass es viel einfacher ist, mit dem Druck vor dem Rennen umzugehen.

Daniel Yule finish line

Wichtigstes Vorbild beim Aufwachsen?

Ich würde sagen, Mike von Grünigen. Es war eine Freude, ihm mit seiner tadellosen Technik zuzusehen. Er ist auch sehr ruhig und lässt seine Art Skizufahren für sich sprechen.

Wer ist für dich heute ein Mentor oder ein Vorbild?

Justin Murisier. Er hat mir sehr geholfen, als ich ins Weltcup-Team kam. Zu sehen, wie er sich nach so vielen Verletzungen zurückkämpft, ist inspirierend.

Welchen Rat würdest du einem jungen Athleten zu Beginn seiner Wettkampfkarriere geben?

Hab Spaß! Ich denke, das ist das Wichtigste. Ich hätte nicht dieselbe Karriere, wenn ich nicht Spaß an dem hätte, was ich tue.

Mehr über den Werdegang von Daniel Yule erfährt man auf der FIS-Website.