Ivica Kostelić (CRO)
Ivica Kostelić (CRO)
Ivica Kostelić (CRO)

KOSTELIĆ-SIEG MIT FOLGEN

12.02.2012
SHARE
WITH THE WORLD
Weltcupsieg trotz Verletzung?

Ivica Kostelić (CRO) ist der große Sieger der heutigen Superkombination bei der Olympia-Generalprobe in Sotschi (RUS). Zur Folge hat sein souveräner Sieg vor Beat Feuz (SUI) auch die Entscheidung im Kombinationsweltcup, den Kostelić für sich entscheiden konnte. Nach drei Siegen in vier Rennen ist der Kroate der logische Gewinner in dieser Weltcupwertung. Auch im Gesamtweltcup kann Kostelić damit seine Führung weiter ausbauen. Doch das heutige Rennen hat für den derzeit besten Skiläufer der Welt auch eine üble Folge: Eine mögliche Verletzung am Kniegelenk.

Erste Diagnose: Meniskusverletzung

 

Vermutet wird ein Problem am ohnehin bereits lädierten Meniskus, das während Kostelić‘ famoser Slalomfahrt aufgetreten ist. Noch während seines Laufes ließ sich der Slalomartist nichts anmerken, zog wie aus dem Lehrbuch seine Schwünge auf der sehr schwierigen Piste. Trotz riesen Vorsprung wirkte er im Ziel etwas gequält. Kein Wunder, denn der Sieger des Kombinations-Weltcups konnte nur hinkend das Ziel verlassen und musste in einem Zelt erstversorgt werden. „Ich kenne diesen Schmerz, hatte ihn schon öfter und es war meist der Meniskus. Aber wir können natürlich erst nach einer Untersuchung im Krankenhaus Genaueres sagen“, musste Kostelić die bittere Pille trotz seines so erfolgreichen Tages schlucken.

 

In der Abfahrt die Pflicht, im Slalom folgte die Kür

 

Bereits in der Superkombinations-Abfahrt bot Ivica Kostelić eine hervorragende Leistung – mit Platz 15 und nur 1,52 Sekunden Rückstand schuf er sich eine ideale Ausgangsposition für den Slalom. In „seiner“ Disziplin ließ Kostelić der Konkurrenz dann keine Chance mehr. Sogar Technikspezialist Benni Raich (AUT) verlor im Slalom 0,66 Sekunden auf den heutigen Sieger. Eine Eisige Piste, ein technisch anspruchsvoller Lauf und ein interessantes Gelände sprechen natürlich besonders für einen Slalomartisten wie Kostelić. Aber: „Die Abfahrt ist auch extrem schnell, mit vielen Schlägen und sehr Kräfte raubend. Da haben eben die Speedspezialisten größere Vorteile. Die Chancen waren also ausgewogen“, so Kostelić, der sich wieder einmal als größter Chancen-Verwerter entpuppte.