Nicole Hosp (AUT)
Nicole Hosp (AUT)
Nicole Hosp (AUT)

GLANZVOLLES HOSP-WOCHENENDE IN ST. MORITZ

30.01.2012
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Nicole Hosp ist zurück auf dem Podium!

Ein leichtes Erdbeben war vergangenes Wochenende im Engadin spürbar. Ausgelöst durch einen riesigen Felsbrocken, der sich von Niki Hosp’s (AUT) Herzen gelöst hatte. Gleich zweimal war die Fischer-Athletin in St. Moritz (SUI) erfolgreich. Jeweils Platz Drei in der Superkombination am Freitag und am Sonntag. Zwei Ergebnisse, die Selbstvertrauen geben: „Nach der bisher verkorksten Saison hatte ich schon einige Zweifel. Aber jetzt bin ich fast schon wieder die alte Niki“, freute sich Hosp.
Einzigartige Aufholjagd: Von 28 vor auf Rang Drei!

 

Nach einer Durststrecke, die bereits seit Dezember 2010 andauerte, bedeutete Platz Drei am Freitag den ersten Podestplatz seit über einem Jahr. In diesem ersten Superkombinations-Bewerb des St. Moritz-Weltcup-Wochenendes legte Hosp mit einer guten Abfahrt den Grundstein zum Erfolg. Nach dem siebenten Zwischenrang fuhr sie sich mit einer guten Slalomleistung vor auf Rang Drei. Völlig anders hingegen beim Rennen am Sonntag. Da landete die Bichlbacherin nach dem Super-G nur auf Rang 28 – eine ideale Ausgangsposition für den Slalom. Im eng gesetzten Lauf nutzte Hosp die gute Piste und startete ihre Aufholjagd. Mit einer genialen Bestzeit macht sie 25 Plätze gut und musste sich am Ende nur den beiden Top-Favoritinnen Höfl-Riesch (GER) und Vonn (USA) geschlagen geben.

 

Aus der Krise gekarvt

 

Da könnte man glatt von Taktik sprechen. Doch Zwischenrang 28 und eine gute Startposition für den Slalom waren nicht geplant. Denn Niki Hosp war in den vergangenen Wochen ganz sicher nicht nach Taktieren zumute: „Nach dem Erfolg vom Freitag viel erst mal so eine Last von mir ab, sodass ich im Super-G zu wenig Spannung aufbauen konnte. Aber am Ende hat es perfekt gepasst und ich bin überglücklich!“ Endlich konnte die 28-Jährige wieder mal zeigen, was in ihr steckt. „Die Leistungen im Training haben immer gepasst, ich war immer sehr schnell unterwegs. Aber bei den Rennen hat’s nie geklappt. Das war für mich eine völlig neue Situation. Denn selbst kenne ich mich sozusagen eher als Rennpferd. Bei einem Bewerb konnte ich meist noch ein Schäuferl drauflegen“. Seit den Rennen in Cortina d’Ampezzo (ITA) und Kranjska Gora (SLO) werden die Zweifel langsam aber sicher zu Hause gelassen. „Es sind lauter kleine Schritte zurück zum Erfolg, die ich gehe. Und: die Richtung stimmt!“