Mario Matt (AUT), Cristian Deville (ITA), Ivica Kostelić (CRO)
Tanja Poutiainen (FIN)
Nicole Hosp (AUT)

EIN SIEG, 160 PUNKTE UND EINE „BREZN“

22.01.2012
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Kostelić Hahnenkammsieger und Weltcup-Führender

Seinen schweren Sturz beim Mittwochstraining auf der Kitzbüheler Streif hat Ivica Kostelić sichtlich gut überwunden. Heute durfte sich der Kroate über 160 Weltcuppunkte freuen und streifte sich auch gleich noch das Trikot des Weltcup-Führenden über. Sieg in der klassischen Kombination und Platz Drei im Slalom – die Erfolgsmaschinerie ist wieder gestartet und Kostelić zielt klar auf den Sieg im Gesamtweltcup ab.
Zwickmühle Kombination

Kitzbühel ist für den kroatischen Helden eine ganz besondere Herausforderung. Denn in der Kombination warten auf ihn jedes Jahr 100 Weltcup-Punkte. Sie liegen einfach so da – nur zum Abholen. Und doch ist da die so wichtige Slalomwertung. Taktiert man zu viel, ist das Podium im Slalom weg, zu viel Risiko kann einen Ausfall zur Folge haben. Kostelić fuhr zwar keinen souveränen Slalom, wie sonst so oft. Er machte seine Sache aber gut. Trotz der zwiespältigen Situation taktierte er im Slalom nicht: „Ich habe heute mehr riskiert und nicht an die Kombipunkte gedacht. Darum habe ich auch Fehler gemacht. Mit Platz Drei im Slalom bin ich zufrieden.“ Nach einem fehlerhaften Slalom und Platz Drei gewann er schließlich die Kombination in souveräner Manier und darf sich zum dritten Mal in Folge Hahnenkammsieger nennen.

 

Deville erstmals erfolgreich – auf Fischer-Schuhen

 

Eine herausragende Leistung zeigte beim heutigen Slalom einer: Cristian Deville fuhr auf der sehr schwierigen Piste einen sensationelles Rennen und feierte seinen ersten Weltcupsieg. Mit 31 Jahren fühlt er sich jedoch nicht als Spätberufener. „Ich bin nicht 31 Jahre alt, sondern jung!“ Der sympathische Italiener, der seit Sommer 2011 auf Fischer-Schuhe setzt, stand in dieser Saison bereits zum dritten Mal auf dem Podium. Nun hat er sich in den entbrannten Kampf um die Vorherrschaft im Slalom eingemischt. Er ist der erste Slalomsieger dieses Winters der nicht entweder Ivica Kostelić oder Marcel Hirscher heißt.

 

Grund zum Feiern: Poutiainen und Hosp

 

Ein wenig Herren-Weltcup-Luft  durften dieses Wochenende auch die Damen schnuppern. Die in Marburg geplanten technischen Rennen wurden Mangels an Schnee auf der selektiven Strecke von Kranjska Gora (SLO) ausgetragen. Dort freute sich Tanja Poutiainen (FIN) über Platz Zwei und ihr zweites Podium in dieser Saison: „Ich bin sehr, sehr glücklich und zufrieden! Ich denke, ich bin wieder auf einem guten Weg. Die sehr anspruchsvolle Piste hat einiges abverlangt, aber das liegt mir. Es hat Spaß gemacht auf einer so schweren Strecke zu fahren.“ Und auch Niki Hosp zeigte mit einem überzeugenden Ergebnis auf. Platz Sechs im Endklassement brachte für die Österreicherin nach langer Durststrecke endlich wieder ein Erfolgserlebnis. „Das gibt natürlich Auftrieb und Selbstvertrauen“, war die Dame aus Bichlbach sichtlich erleichtert.  Sie will sich nach dem „brutal schwierigen Rennen“ nun auf das nächste Wochenende in St. Moritz vorbereiten. Dort wartet eine Superkombination auf die Damen, in der man die 29-Jährige vielleicht ja auch auf dem Siegertreppchen antreffen könnte…