Ivica Kostelić (CRO)
Ivica Kostelić (CRO)
Patrick Thaler (ITA)

ÜBERRAGENDER SIEG FÜR KOSTELIC

16.01.2012
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Dritter Wengen-Triumph in Folge

Ivica Kostelić (CRO) geht mit seinem gestrigen Sieg in Wengens Geschichte ein. Nach seinen Slalomsiegen von 2002, 2010 und 2011 war dies sogar der dritte Triumph in Folge. Mit 85 Hundertstel Vorsprung ließ er die Konkurrenz im Regen stehen und genoss den Platz an der Sonne: "Es ist ein unglaubliches Gefühl, einfach unbeschreiblich! Wengen war immer schon meine Lieblingsstrecke und daran wird sich so schnell auch nichts ändern", brachte Kostelic seine Freude im Ziel zum Ausdruck.
Mit Laufbestzeit die Konkurrenz deklassiert

 

Mit nur drei Hundertstel Rückstand auf den Führenden Matt (AUT) lag Kostelić nach Durchgang Eins an dritter Stelle. Nicht mehr als ein Wimpernschlag, dennoch nicht zufriedenstellend für den Seriensieger. Er selbst sah seine Leistung kritisch: "Keine gute Fahrt", war der Kommentar des Slalomweltcup-Führenden. Das ließ den Meister im zweiten Lauf umso mehr attackieren. "Ich versuchte, ein taktisches Rennen zu fahren. Im oberen Teil der Strecke eher auf Sicherheit, unten hab ich dann alles rausgeholt. Und zum Glück ging mir das auf." Seinen Fans rutschte bei diesem taktischen Zug beinahe das Herz in die Hose. Tausenden kroatischen Fans, die nach Wengen gepilgert waren, stockte nach der ersten Zwischenzeit der Atem. Beinahe der gesamte Vorsprung war verbraucht. Dann zündete Kostelić seinen Turbo und knallte eine Laufbestzeit hin. Er siegte in einer Manier, die nur die ganz Großen des Skisports beherrschen.

Übrigens, diese Bilanz kann sich sehen lassen: Zählt man Slalom und Superkombination zusammen, bedeutete der Gestrige den insgesamt zehnten Stockerlplatz und den sechsten Sieg für Kroatiens Skiass.

 

Alles Fischer - oder was?

 

Und auch für Patrick Thaler (ITA) gab's diesmal wieder Weltcup-Punkte für Platz Zwölf. Er gratulierte im Ziel seinen Markenkollegen Markus Vogel (SUI) und Markus Larsson (SWE) für Rang 16 und 17. Gelb ging's unter den Besten des heutigen Rennen allemal zu. Denn abermals lieferten auch die Athleten allein in ihren Fischer-Schuhen eine gute Performance ab: 6. Christian Deville (ITA), 7. Stefano Gross (ITA), 10. Jens Byggmark (SWE) und 11. Manfred Pranger (AUT).